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DIY festival 2013, coorganised by CELL, Transition Minett and Kufa.
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2012.08.14 Invitation projection Film sans coupure
Differdange, 11th October from 19:30 onwards (Hall de la Chiers)
in the presence of the producer Eric Gueret
Heute im Trierer Volksfreund (Gastbeitrag von Katy Fox)
Der deutsche Begriff Garten ist abgeleitet vom indogermanischen Wort Gerte, das Weiden- oder Haselnussruten bezeichnet, die früher, ineinander verflochten, den Garten umfriedeten. Diese Etymologie ist hochaktuell: Heute stiften einfache Gärten an zum Andersdenken und Andershandeln.
Es ist schon paradox, dass die sogenannte grüne Agrarrevolution nach dem Zweiten Weltkrieg, die Einführung von Supermärkten und die Verbilligung der Lebensmittel für die Konsumenten dazu führten, dass unser Ernährungssystem sehr energieaufwendig ist, die Jahreszeiten außer Acht lässt und soziale Ungleichheiten europaweit sowie auf globaler Ebene schürt.
Die Tradition des Eigengartenanbaus hat seit circa 30 Jahren stetig abgenommen. Heute werden in Luxemburg mehr als 98 Prozent bei Obst und Gemüse importiert, und ganze Generationen wachsen ohne Basisgartenwissen heran.
Folgende Fragen werden im Garten praktisch wie nebenbei beantwortet: Wie können wir unsere Nahrung wieder stärker wertschätzen und unsere Ernährungssouveränität sichern? Wie können wir die Wege unserer Lebensmittel verkürzen und die lokale Wirtschaft stärken? Arbeit im Garten macht die verflochtenen Beziehungen zwischen Menschen, Gesellschaft, Wandel, Essensproduktion, Artenvielfalt, Klimawandel und Ungleichheiten greifbar.
Das sogenannte Urban Gardening kann viele verschiedene Formen annehmen, zum Beispiel Gemeinschaftsgärten oder Lebensmittelkooperativen. Und doch steckt gemeinsame Motivation in derartigen Initiativen, nämlich die lokale Lebensmittelproduktion, die Priorität der gemeinschaftlichen nachbarschaftlichen Beziehungen, das Teilen der Verantwortung durch Bewusstwerdung und das Verschmelzen von Produzent und Konsument.
Im Trierer Raum gibt es den Frauengarten, der Gartenarbeit mit Integration von Frauen verbindet. Auch in Luxemburg entstehen Gemeinschaftsgärten: Die Stadt Luxemburg will das Konzept “Gemeinschaftsgärten” in ihrer Umweltpolitik verankern, in Beckerich wird aktiv an Projekten zur Lokalisierung der Wirtschaft gearbeitet, und im Süden des Landes entsteht eine Zusammenarbeit mit dem französischen GASPL, einer Lebensmittelkooperative zum selbst Ernten oder regelmäßigen Erwerb eines Gemüsekorbs.
Im Gemeinschaftsgarten werden nicht nur Karotten, Tomaten und Spargel angebaut, es wird auch zusammen gelebt, verhandelt, ausgetauscht, dokumentiert und gelernt. Er erweist sich als kollektiver Entwurf zur gesellschaftlich relevanten Gestaltung einer postfossilen Gesellschaft.
Es ist demnach nie bloß ein Garten, immer jedoch ein Lebensgewebe.
Mehr Informationen zu Luxemburgs neuen Gärten unter www.cell.lu, www.gaspl.eu, www.equiclic.lu und zum
Trierer Frauengarten unter http://www.frauengarten-trier.de/
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